Was ist eigentlich eine Zeitarbeitsfirma? Ein kurzes Porträt

13 Dezember 2019
 Kategorien: Business, Blog


Vielleicht kennen Sie es ja auch. Man ist bei Freunden zum Essen eingeladen. Dort trifft man dann nicht selten auf neue Bekanntschaften. Also folgt das obligatorische und zumeist oberflächliche Kennenlernen. Eine Prozedur, die man schon oft durchgemacht hat und die den Ein- oder Anderen eventuell schon nervt. Nichtsdestotrotz muss man da durch. Die Themen sind in der Regel recht simpel, doch irgendwann, nach einigen Minuten, wird sie kommen - die Frage aller Fragen. Und weil man inzwischen schon per du ist, klingt diese dann ungefähr so: Was arbeitest denn du eigentlich? Was soll daran jetzt schlimm sein, ist doch schließlich eine ganz gewöhnliche Frage, denken Sie. Damit haben Sie prinzipiell auch Recht, was aber, wenn man zur Antwort geben muss, man sei in einer Zeitarbeitsfirma angestellt? Und da sind wir wieder bei unseren so heiß geliebten wie verhassten Vorurteilen. Selbstverständlich spricht man es, alleine schon aus Gründen des Respekts und des Anstandes, nicht aus, aber insgeheim werden sich dennoch die meisten denken, dass es der Gegenüber wohl nicht sehr weit gebracht hat. Warum kommt der Großteil jedoch auf solch eine haltlose Schlussfolgerung? Die nachfolgenden Zeilen sollen deshalb etwas Licht ins Dunkle bringen, sodass wir beim nächsten Treffen hoffentlich besser informiert sein werden.

Was ist eine Zeitarbeit?
Wie der Name unschwer erkennen lässt, handelt es sich hierbei um ein temporäres Arbeitsverhältnis. Das Verhältnis wird hier jedoch zwischen einem Arbeitnehmer und zwei Arbeitgebern ausgemacht, worin auch der Hauptunterschied zur gewöhnlichen Beschäftigung besteht.

Wieso existiert Zeitarbeit eigentlich und welchen Sinn hat sie?
An dieser Stelle muss darauf eingegangen werden, dass Unternehmen logischerweise oftmals konjunkturabhängig wirtschaften. Dies ist vor allem bei denjenigen Firmen der Fall, die eine Zeitarbeitsfirma konsultieren, um anschließend bei dieser um neue Mitarbeiter für einen festgelegten Zeitraum anzuheuern. Das geschieht in erster Linie dann, wenn die Auftragsbücher voll sind und die eigentliche Belegschaft nicht mehr in ausreichendem Tempo hinter her käme. Auch während der Urlaubssaison kommt es häufig zu gravierenden Engpässen im Personal, weshalb auch externe Arbeitskräfte angeworben werden müssen. Im Gegenschluss kann man diejenigen, die Zeitarbeiter sind, also als überdurchschnittlich flexibel ansehen.

Von der Zeitarbeit zur Übernahme
Relativ viele, ehemalige ebenso wie aktive, Zeitarbeiter streben danach, von der entsprechenden Firma, in der sie gewissermaßen aushelfen, später auch übernommen zu werden. Dieses Szenario ist bei weitem nicht so weit hergeholt, wie vielleicht gemutmaßt werden könnte. Vor allem dann, wenn sich der Arbeiter in seiner Zeit gut angestellt hat, steigert dies ungemein die Chancen, bei entsprechender Äußerung des Wunsches, übernommen zu werden. Zumeist ist jedoch bereits bei der Zeitarbeitsfirma erklärt, ob es sich beim Einsatzort um eine reine Aushilfstätigkeit handelt oder ob diese gegebenenfalls mit Übernahmeoption ist.


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